Grit Poppe/ Autorin

Bücher

Jugendliteratur

Weggesperrt

336 Seiten. Klappenbroschur. Ab 14 Jahren
Hamburg: Dressler Verlag 2009
9,95 € (D) / 18,90 sFr / 10,30 € (A)
ISBN 978-3-7915-1632-5
Lieferbar ab August 2009
Mit Nachwort, Glossar zu DDR-Begriffen und kurzer Wende-Chronik

Der erste Satz
Anja wandte den Kopf ganz leicht nach hinten und erhaschte aus den Augenwinkeln einen Blick auf einen ihrer Verfolger.

Inhalt
DDR 1988. Die 14-jährige Anja eckt in der Schule zwar immer mal wieder an, ernsthafte Probleme hat sie aber bisher nicht. Als ihre Mutter einen Ausreiseantrag stellt und öffentlich protestiert, ändert sich Anjas Leben schlagartig. Sie wird in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe, gebracht, ohne dass sie den Grund erfährt oder weiß, was mit ihrer Mutter ist. Anja ist geschockt von den Zuständen im Heim, der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill. Sie will nur eines: fliehen.
Tatsächlich gelingt ihr die Flucht, eine zeitlang kann sie bei Verwandten untertauchen. Doch dann wird sie von der Polizei ertappt und zurückgebracht. Es geht von vorne los: Arbeit, Strafen, Drill und Sport. Und es kommt noch schlimmer: Als Anja eines Tages ausrastet, bringt man sie nach Torgau, in den Geschlossenen Jugendwerkhof.
Dort ist es wie im Gefängnis: Stahltore, Gitter, Stacheldraht und Hunde. Willkür, Demütigungen und Gewalt steigen ins Unermessliche. Kann Anja dieser Hölle entkommen?
Indessen beginnt „draußen“ der Herbst ’89 … 

Leseprobe
Der Wagen hielt vor einem grauen Eisentor.
Anja warf einen letzten Blick zurück über die Schulter. Sie wollte das Tor nicht ansehen, das sich öffnete, für sie öffnete. Unendlich langsam, mit einem scharrenden Geräusch; Metall zog über Metall.
Der Wartburg fuhr auf den Hof. Niemand sagte ein Wort.
Anja sah eine hohe Mauer auf der rechten Seite, links das Gebäude mit den vergitterten Fenstern. Vor ihr ein zweites Tor. Wie in Zeitlupe schob sich die graue Metallwand hinter ihr zu. Das war’s also, ja? Sie wurde weggesperrt. In den Knast. Das Wort Hochsicherheitstrakt kam ihr in den Sinn. Es konnte doch nicht sein, dass sie sie in ein Gefängnis steckten!? Ohne ein Urteil? Ohne eine Verhandlung? Ohne einen Richter? Einfach so?
„Wo … wo bin ich?“, stammelte sie.
„Du bist da, wo du hingehörst“, sagte der Erzieher. „Da, wo Leute deines Schlages hingehören.“

Der letzte Satz
Es wird alles anders werden.

Presse
Juni 2010: „Weggesperrt“ erhält den „LesePeter“ der AG Jugendliteratur und Medien der GEW
http://www.ajum.de/html/lesepeter.html

„Grit Poppe hat einen fulminanten Jugendroman geschrieben, der jedem zeithistorisch interessierten Erwachsenen wärmstens ans Herz gelegt sei.“
Deutschland Archiv

„Liest sich in einem Rutsch atemlos durch und ist eine hervorragende Diskussionsgrundlage für den Unterricht. Bisher unbehandeltes Thema, das in keiner Bibliothek fehlen sollte!“
ekz Bibliotheksservice

„Zwischen Angst und Hoffen, Abstumpfen und Aufbegehren – es ist eine spannende und sehr berührende Geschichte gegen das Vergessen…“
Nordbayerischer Kurier

„… authentisch und beklemmend …“
Focus online / dpa
http://www.focus.de/kultur/buecher/literatur-und132weggesperrtund147-vom-trauma-im-ddr-jugendwerkhof_aid_516966.html

Februar 2010: „Weggesperrt“ gehört zu den „besten 7 Büchern für junge Leser“ der Deutschlandfunk-Bestenliste.

„Grit Poppe hat den Jugendlichen aus Torgau mit ihrem Roman über Anja ein Gesicht, einen Namen, eine Geschichte gegeben, die bei aller Sachlichkeit auch poetische Szenen und Bilder enthält. Ein dringend zu empfehlendes, wichtiges Buch…“ Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
http://www.ajum.de/html/j-j/pdf/0102_poppe_weggesperrt.pdf

„…ein gelungener Versuch Interesse zu wecken für das Thema Diktatur…“ ZDF heute journal
Der Beitrag ist in der ZDF-Mediathek abrufbar:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/885030/Jugendliteratur-zur-DDR/

„… ein ebenso wichtiges wie verstörendes Buch über ein lange verschwiegenes Kapitel der DDR-Diktatur, das nicht nur Jugendliche lesen sollten.“
Der Tagesspiegel

„Dramatisch, aufwühlend.“
Buchjournal

„Ein spannendes, aufrüttelndes Buch, das eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR verlangt.“ Radio Bremen

„… ein spannend geschriebener, sehr realistischer Jugendroman, ein politisches Buch das berührt.“ Inforadio rbb

„Ein spannend geschriebener, sehr realistischer Jugendroman aus den letzten Monaten vor dem Mauerfall.“
ZDF – Die Vorleser „Frieds Extra-Tipps“

"... ein fesselnder Roman, der insbesondere durch das Wissen um seinen Hintergrund Beklemmung auslöst und ... zur Pflichtlektüre nicht nur für Jugendliche gehören sollte." Lesebar Uni Köln http://www.lesebar.uni-koeln.de/ 

„Grit Poppe ist eine Geschichte gelungen, die unter die Haut geht und gelesen werden sollte, von Jugendlichen und Erwachsenen, in dieser Zeit des Vergessens und Verdrängens.“
Die Zeit

„Autorin Grit Poppe hat (…) einen authentischen Roman mit starken, filmreifen Szenen gestaltet, der Licht in eines der letzten DDR-Dunkel bringt.“
Märkische Allgemeine

„Zu diesem Buch bleibt nur zu sagen: kaufen, lesen, weitererzählen.“
Der Stacheldraht

„Grit Poppe erzählt in Weggesperrt in der berührend intensiven personalen Perspektive Anjas einen fesselnden, zeitgeschichtlichen Roman.“
Hits für Kids

„Wenn ein Buch das Prädikat ‚besonders wertvoll’ verdient, ist es dieses.“
Das Parlament

„Der Roman von Grit Poppe leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte.“
Deutsche Welle „Bücherwelt“

Weggesperrt ist ein tief bewegender Roman (…) Die Autorin schafft es wunderbar, das explosive Thema aufzuarbeiten.“ www.dooyoo.de

„Die Autorin Grit Poppe zeichnet ein vielschichtiges, eindringliches Bild von einer Welt hinter den Kulissen sozialistischer Erziehung.“ www.vorwaerts.de

„Das Buch ergänzt auf eine sehr einfühlsame und dennoch schockierende Art das Wissen aus dem Geschichtsunterricht. Es zeigt eine Facette aus dem Leben in der DDR wie ich es so eindrücklich und lebendig noch nie gelesen habe.“
www.lizzynet.de

Weggesperrt ist ein Mahnmal für alle jene Menschen, die sich gegen die sozialistische Indoktrination gewehrt haben – und dafür staatliche Grausamkeit zu spüren bekamen.“ www.news.de


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